{"id":817,"date":"2021-12-22T16:30:16","date_gmt":"2021-12-22T15:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/was-tun-hamburg.de\/quo-vadis-die-linke\/?page_id=817"},"modified":"2022-03-15T23:01:30","modified_gmt":"2022-03-15T22:01:30","slug":"antrag-lpt-21-22-01-2022","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/was-tun-hamburg.de\/quo-vadis-die-linke\/antrag-lpt-21-22-01-2022\/","title":{"rendered":"Antrag f\u00fcr den Landesparteitag<br>am 25.\/26.03.2022"},"content":{"rendered":"<p>Redaktioneller Hinweis:<\/p>\n<p>Der nachfolgende Antrag entstand in einem Diskussionsprozess von Genossinnen und Genossen aus unterschiedlichen Bezirksverb\u00e4nden und Str\u00f6mungen in unserer Partei im Dezember 2021.<\/p>\n<p>Da sich die politische Lage insbesondere durch den Ukraine-Krieg inzwischen ver\u00e4ndert hat, wurde er durch die Redaktionsgruppe in seinem friedenspolitischen Teil am 15. M\u00e4rz 2022 aktualisiert.<\/p>\n<p><b>Antrag zum Tagesordnungspunkt 2: Aufgaben der LINKEN<br \/>\nLandesparteitag 21. \/ 22. Januar 2022 \/ B\u00fcrgerhaus Wilhelmsburg<\/b><\/p>\n<p><b>Dieser Landesparteitag wurde auf den 25.\/26. M\u00e4rz 2022 verschoben.<\/b><\/p>\n<p><a href=\"#antragstuetzen\"><b>Antrag selbst mit unterschreiben &#8211; klicke hier<\/b><\/a><br \/>\n<a href=\"#downloaden\"><b>Antrag als PDF-Datei downloaden &#8211; klicke hier<\/b><\/a><\/p>\n<h1>Aufgaben der LINKEN<\/h1>\n<p>Die bisherige Politik hat in der Corona-Pandemie erneut ihre Unf\u00e4higkeit zur L\u00f6sung gesellschaftlicher Probleme bewiesen. Die \u201eAmpel\u201c-Regierung und ein gr\u00fcn angestrichener Kapitalismus werden daran nichts \u00e4ndern. Weltweit steigt die Gefahr gr\u00f6\u00dferer Kriege.<\/p>\n<p>In der Wirtschaft hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise zu einer Inflation ausgewachsen. Der Preisauftrieb hat im November 5,2 Prozent erreicht und er \u00fcbersteigt damit wirtschaftliche Wachstumsraten. Besonders stark steigen die Energiepreise. Damit wird sich die soziale Ungleichheit weiter zuspitzen. Ein Knackpunkt ist daf\u00fcr das Verm\u00f6gen, \u00fcber das Arme nicht verf\u00fcgen. Geringe Einkommen gehen f\u00fcr Lebensmittel, Miete und das Heizen drauf. Die \u00c4rmsten der Armen werden immer \u00e4rmer. Die R\u00fcckkehr zur Austerit\u00e4tspolitik und die unter Druck geratenen L\u00f6hne (und Lohnabschl\u00fcsse) befeuern die Gefahr steigender Armut und einer Rezession.<\/p>\n<h3>Ver\u00e4nderung beginnt mit Opposition<\/h3>\n<p>Als LINKE befinden wir uns in einer herausfordernden Lage. Dass wir nicht st\u00e4rker aus den Bundestagswahlen hervorgingen, hatte auch mit uns zu tun. Denn gerade in der Pandemie w\u00e4re grunds\u00e4tzlichere Kritik an den herrschenden Verh\u00e4ltnissen und auch an der Politik von SPD und Gr\u00fcnen notwendig gewesen. Das Erfurter Programm mit seiner Orientierung auf radikale Kapitalismus-Reformen, mit seinem strategischen Ziel der gesellschaftlichen Umw\u00e4lzung in Richtung demokratischen Sozialismus, bietet Grundlagen daf\u00fcr, um aus Sackgassen wieder heraus zu kommen. Wir sagen: Jetzt erst recht! Sozialer Fortschritt kann durch emanzipatorische Bewegung der Vielen gegen die Reichen und M\u00e4chtigen errungen werden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen die Ursachen f\u00fcr das Wahldebakel ergebnisorientiert einsch\u00e4tzen. Daf\u00fcr setzen wir auf Diskussionen in allen Gliederungen und wir werden noch im ersten Halbjahr 2022 eine Strategiekonferenz durchf\u00fchren. Ein \u201eWeiter so\u201c kann es nicht geben, denn diese Zeit braucht eine starke linke Opposition, weil der entfesselte Kapitalismus unsere Lebensgrundlagen zerst\u00f6rt. Wir setzen auf eine Politik f\u00fcr radikale Reformen, mit unserem sozialistischen Ziel und im emanzipatorischen B\u00fcndnis mit au\u00dferparlamentarischen Bewegungen.<\/p>\n<h1>Unsere Schwerpunkte<\/h1>\n<h3>I) Nur Frieden schafft Frieden &#8211; und ein gesundes Klima<\/h3>\n<p>Mit dem von der NATO ausgegebenen Ziel, die R\u00fcstungsausgaben auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit auf 80 Milliarden Euro pro Jahr zu steigern, unterst\u00fctzt die deutsche Regierung die Vormachtstellung und die Absicherung der M\u00e4rkte und Ressourcen f\u00fcr das Kapital. Doch die als &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; benannte Aggression gegen andere L\u00e4nder f\u00fchrt zu nichts anderem als immer mehr Elend; und dazu, dass in den letzten Jahren rund 60 Millionen Menschen aus ihren Heimatl\u00e4ndern vertrieben wurden. Vor allem Afghanistan zeigt: Frieden und Demokratie lassen sich nicht herbeibomben!<\/p>\n<p>Das gilt auch in der Ukraine! Der v\u00f6lkerrechtswidrige russische Angriffskrieg muss sofort beendet werden. Alle milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten m\u00fcssen aufh\u00f6ren und diplomatische Verhandlungen begonnen werden!<\/p>\n<p>Gleicherma\u00dfen gestoppt werden muss die Politik der NATO unter F\u00fchrung der US-Regierung, die das Kriegsb\u00fcndnis seit 1990 konsequent immer weiter nach Osten ausgeweitet und systematisch russische Sicherheitsinteressen ignoriert hat. Oberstes Ziel muss die Verhinderung einer weiteren Eskalation sein. Statt den Konflikt mit Waffenlieferungen, Sanktionen und der Androhung des Ruins Russlands anzuheizen, haben Europa und insbesondere die Bundesrepublik aus der Geschichte heraus die Verantwortung f\u00fcr die Entwicklung einer gleichberechtigten und verbindlichen Partnerschaft auf kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Gebiet. Das allein \u2013 gepaart mit allseitigen Schritten der (auch atomaren) Abr\u00fcstung bis hin zur strukturellen Nichtangriffsf\u00e4higkeit \u2013 sichert Frieden, V\u00f6lkerfreundschaft und erm\u00f6glicht sozialen und demokratischen Fortschritt in allen L\u00e4ndern, einschlie\u00dflich der Behebung der Kriegsfolgen in der Ukraine!<\/p>\n<p>Mitten in der Corona-Krise wuchs der Milit\u00e4rhaushaushalt auf sein bisher h\u00f6chstes Niveau und soll \u2013 wenn es nach den Waffenlobbyisten im deutschen Bundestag geht \u2013 noch weiter steigen und um ein in der Geschichte der BRD beispielloses 100-Milliarden-Aufr\u00fcstungs-Programm erg\u00e4nzt werden. Die EU hat beschlossen milliardenfach in \u201emilit\u00e4rische Innovation\u201c zu investieren. Die Anschaffung bewaffneter Drohnen \u2013 wie im Koalitionsvertrag vorgesehen \u2013 und die Absicht, neue Atombomber anzuschaffen sowie am 500 Milliarden-Euro-Projekt FCAS (Future Combat Air System) weiterzuarbeiten, sind eine deutliche Absage an friedenspolitische Positionen. Gleichzeitig sch\u00fcren die USA und ihre Verb\u00fcndeten Konflikte mit China, welches sie als Konkurrenten f\u00fcr ihre eigene Weltherrschaft sehen.<\/p>\n<p>Als LINKE k\u00e4mpfen wir gegen diesen Konfrontations- und Kriegskurs. Wir sagen Nein zu Auslandseins\u00e4tzen der Bundeswehr und zu Waffenexporten! Nein zur NATO! Nein zu einer weiteren Militarisierung der EU! Unser Ziel ist eine nachhaltige, zivile, an den gesellschaftlichen Bed\u00fcrfnissen aus-gerichtete und daf\u00fcr demokratisierte Wirtschaft!<\/p>\n<p>Friedenspolitisch setzen wir folgende Schwerpunkte:<\/p>\n<ul style=\"margin-left:30px;margin-right:30px;\">\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Wir engagieren uns gemeinsam mit der internationalen Friedensbewegung f\u00fcr ein Ende des Kriegs in der Ukraine sowie eine \u00dcberwindung der Aufr\u00fcstungspolitik und der Militarisierung der Gesellschaft und Forderungen nach einer Wiedereinf\u00fchrung des Kriegsdienstes. Milliarden f\u00fcr die Entwicklung von Bildung, Kultur, Gesundheit, Wohnen und Klimapolitik, statt f\u00fcr das Milit\u00e4r \u2013 Nur Frieden schafft Frieden!<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">F\u00fcr die Umwandlung milit\u00e4rischer in zivile Produktion werden wir unsere Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und der Friedensbewegung ausbauen.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Wir unterst\u00fctzen die Volksinitiative f\u00fcr den Stopp von R\u00fcstungsexporten \u00fcber den Hamburger Hafen und wollen Atomtransporte durch Hamburg beenden.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Gemeinsam mit unseren Fraktionen entwickeln wir Initiativen daf\u00fcr, dass die Bundesrepublik dem UN-Vertrag zum Verbot der Atomwaffen beitritt und Hamburg den entsprechenden B\u00fcrgerschaftsbeschluss durch eine Bundesratsinitiative umsetzt.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Wir unterst\u00fctzen den Hamburger Ostermarsch und andere Aktivit\u00e4ten der Hamburger Friedensbewegung aktiv.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>II) Soziale Grundrechte erk\u00e4mpfen \u2013 die Reichen m\u00fcssen f\u00fcr die Krise zahlen!<\/h3>\n<p>Obwohl mit \u00f6ffentlichen Mitteln finanziert, k\u00f6nnen sich Aktion\u00e4re der privaten Impfstoffhersteller in der Corona-Krise ungehemmt bereichern. F\u00fcr Gutbetuchte f\u00fchrte diese Krise aber auch sonst zu einem warmen Regen. Am st\u00e4rksten leiden indes diejenigen, die in ein prek\u00e4res Leben gedr\u00e4ngt wurden. W\u00e4hrend Millionen im Lockdown alleingelassen wurden, wuchs die Anzahl von Einkommensmillion\u00e4ren in der Bundesrepublik allein 2020 um 70.000 Personen. Dagegen stehen die Grund- und Menschenrechte. Aus der antifaschistischen Geschichte kommend, bilden sie eine emanzipatorische Einheit von Demokratie und Sozialem.<\/p>\n<h5>Folgende Schwerpunkte setzen wir uns:<\/h5>\n<ul style=\"margin-left:30px;margin-bottom:30px;\">\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Wir unterst\u00fctzen die Proteste im Pflegebereich, engagieren uns f\u00fcr die Rekommunalisierung der Krankenh\u00e4user samt Mitbestimmung der Besch\u00e4ftigten und Patient:innen. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr die Abschaffung der Fallpauschalen und fordern die Freigabe der Impfstoffpatente.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Das Hartz-IV-Schikanierungssystem muss \u00fcberwunden werden. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr eine Verm\u00f6genssteuer mit Biss sowie kurzfristig um eine deutliche Erh\u00f6hung der Regels\u00e4tze f\u00fcr \u201eHartz-IV\u201c und der Grundsicherung.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr anst\u00e4ndig regulierte Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse statt Erwerbslosigkeit und Niedriglohn. Deshalb unterst\u00fctzen wir den Kampf f\u00fcr Arbeitszeitverk\u00fcrzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich, genauso wie den f\u00fcr h\u00f6here L\u00f6hne.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Der Mindestlohn muss deutlich erh\u00f6ht werden, sozialversicherungspflichtige Arbeitsverh\u00e4ltnisse sowie gewerkschaftliche Rechte m\u00fcssen f\u00fcr alle ohne Ausnahme gelten. Solidarit\u00e4t z\u00e4hlt!<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Wir unterst\u00fctzen K\u00e4mpfe f\u00fcr die Enteignung gro\u00dfer Wohnungsbaugesellschaften. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr einen allgemeinwohlorientierten kommunalen Wohnungsbau, insbesondere im Rahmen der SAGA. Mieten sollen sich generell an den Bestandsmieten des sozialen Wohnungsbaus orientieren. Wohnungen und Grundst\u00fccke in st\u00e4dtischer Hand d\u00fcrfen nicht verkauft werden. Hamburg ben\u00f6tigt ein Register \u00fcber alle \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen, die der Stadt geh\u00f6ren, um dauerhaften sozialen Wohnungsbau zu erm\u00f6glichen. Wir fordern: Leerstand zu Wohnraum, damit kein Mensch obdachlos leben muss. Der erfolgreiche Volksentscheid \u201eDeutsche Wohnen und Co enteignen\u201c in Berlin zeigt, was n\u00f6tig und m\u00f6glich ist. Wir unterst\u00fctzen das Volksbegehren \u201eKeine Profite mit Boden und Miete\u201c.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">Die Schuldenbremse ist eine Investitionsbremse. Um die gro\u00dfen Probleme der Gegenwart zu l\u00f6sen, muss sie fallen. Schluss mit der Bescheidenheit: Ausbau sozialstaatlicher Absicherungen, Beendigung der strukturellen Unterfinanzierung in Kultur, Bildung, Wissenschaft, sozialem Wohnungsbau und nicht zuletzt: konsequente Ma\u00dfnahmen gegen den Klimawandel in Wirtschaft und Infrastruktur.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>III) F\u00fcr eine \u00f6kosozialistische Wende<\/h3>\n<p>Das gest\u00f6rte Verh\u00e4ltnis der kapitalistischen Gesellschaft zur Natur bedroht mit seinem auf private Profitakkumulation ausgerichteten System in nie dagewesener Weise Mensch und Natur. Im Zentrum unserer Politik steht daher die Forderung nach Konversion der sozial\u00f6kologisch gef\u00e4hrlichsten und zugleich profittr\u00e4chtigsten industriellen Kapitale (Energie-, Automobil-, Agrar-, Fleisch-, Pharma- und R\u00fcstungsproduktion). Das geht nicht ohne Eigentums- und Verf\u00fcgungsfragen aufzuwerfen. Um zu kl\u00e4ren, wie wir diesbez\u00fcglich vorankommen, streben wir einen Dialog mit Bewegungen sowie den Kolleginnen und Kollegen in diesen Bereichen an. CO2-Steuern und Emissionszertifikate, wie sie nun auch die Ampel plant, bef\u00f6rdern indes soziale Ungleichheit, w\u00e4hrend sie diejenigen, die unser Klima und die Umwelt besch\u00e4digen, weitgehend ungeschoren lassen.<\/p>\n<h5>In Hamburg unterst\u00fctzen wir Initiativen &#8230;<\/h5>\n<ul style=\"margin-left:30px;margin-right:30px;\">\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr eine Entflechtung der Energiekonzerne zu Gunsten lokaler Stadtwerke,<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr die St\u00e4rkung lokaler Wirtschaftskreisl\u00e4ufe, statt globaler Handelsketten,<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr eine Senkung der Mietpreise, so dass sich Pendlerstr\u00f6me reduzieren,<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">gegen die weitere Fl\u00e4chenversiegelung,<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr den Ausbau eines g\u00fcnstigen \u00d6ffentlichen Nahverkehrs f\u00fcr alle,<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr den Ausbau des Schienennetzes im Fernverkehr, im Hafen, im regionalen Nahverkehr,<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">die das Milit\u00e4r einschr\u00e4nken, denn es geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Klima-Killern des Planeten.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>IV) Gegen Rechts<\/h3>\n<p>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr Gleichheit und lassen nicht zu, dass Menschen degradiert und gegeneinander aufgehetzt werden. Als Antifaschistinnen und Antifaschisten arbeiten wir daran, neofaschistischen und rassistischen Kr\u00e4ften die gesellschaftliche Grundlage zu entziehen. Neoliberale Politik sch\u00fcrt Abstiegs\u00e4ngste und eine Verrohung der Gesellschaft. Sie bereitet so den N\u00e4hrboden, auf dem Rassismus und andere Ideologien der Diskriminierung gedeihen k\u00f6nnen. F\u00fcr uns gilt: Keinen Fu\u00dfbreit den Hetzern, den Rassisten und Faschisten! Rassismus und Diskriminierung k\u00f6nnen wir \u00fcberwinden, wenn wir ihre gesellschaftlichen Ursachen beseitigen: Wenn wir Ausbeutung, auch neokoloniale Ausbeutung, die dazu f\u00fchrt, dass immer mehr Menschen fl\u00fcchten m\u00fcssen, wenn wir die soziale Spaltung auch hierzulande \u00fcberwinden.<\/p>\n<h5>Wir unterst\u00fctzen Initiativen \u2026<\/h5>\n<ul style=\"margin-left:30px;margin-right:30px;\">\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">die das historische Gedenken f\u00fcr eine bessere Zukunft erm\u00f6glichen. Der 8. Mai muss Feiertag werden!<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr antifaschistische Gedenk- und Begegnungsst\u00e4tten, z.B. im Stadthaus, am Hannoverschen Bahnhof und am Dessauer Ufer (Lagerhaus G).<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr Frieden und soziale Gerechtigkeit, denn sie zielen auch auf die Fluchtursachen. Gleichzeitig fordern wir die Wiederherstellung des Asylrechts, den Ausbau des Bleiberechts und das aktive und passive Wahlrecht f\u00fcr alle, die hier leben. Abschiebungen treffen auf unseren Widerstand.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">f\u00fcr das Verbot aller faschistischen Organisationen. Die NSU-Morde in Hamburg m\u00fcssen aufgekl\u00e4rt werden. Der Verfassungsschutz und die anderen Geheimdienste sind antidemokratisch und m\u00fcssen aufgel\u00f6st werden.<\/li>\n<li style=\"margin-bottom:20px;\">die sich gegen die rassistische oder die geschlechtliche Diskriminierung wenden. Wir k\u00e4mpfen gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen sowie die Abwertung und Bedrohung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung. Alle Menschen m\u00fcssen die gleichen Rechte haben.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Der notwendige Aufbruch<\/h3>\n<p>Die neue Ampelregierung kn\u00fcpft nahtlos an das NATO-Glaubensbekenntnis, die transatlantische Bindung, die Frontstellung zu China und Russland und die nukleare Teilhabe der Gro\u00dfen Koalition an. Neoliberale Politik soll mit der Schuldenbremse und sozialem Kahlschlag, mit Privatisierungen (wie bei der Bahn oder im Bereich der Rentenkasse) fortgesetzt werden. Auch im Gesundheitssystem setzen sich Privatisierungen, Klinikschlie\u00dfungen und Fallpauschalen fort. F\u00fcr die Lohnabh\u00e4ngigen und die auf Ersatzleistungen Angewiesenen bedeutet dies alles einen weiteren Abbau von sozialen Rechten, bei gleichzeitig steigenden Preisen.<\/p>\n<p>Der Koalitionsvertrag von SPD, Gr\u00fcnen und FDP ist f\u00fcr die Mehrheit der Menschen eine Kampfansage. F\u00fcr uns als LINKE entsteht daraus ein Auftrag, unseren Beitrag zur Organisierung von Widerstand und gesellschaftspolitischer Opposition zu verst\u00e4rken. Der Offensive des Kapitals setzen wir eine soziale Offensive von unten entgegen.<\/p>\n<p>DIE LINKE muss f\u00fcr konkrete Verbesserungen, f\u00fcr die Rettung lebenswichtiger \u00d6kosysteme und die Vermeidung von Kriegen im Hier und Jetzt streiten! Doch reale Fortschritte lassen sich nur erk\u00e4mpfen, wenn wir diese K\u00e4mpfe mit der Perspektive einer besseren, einer sozialistischen Welt verbinden.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr muss es mehr Kooperation und mehr Transparenz auch in der Zusammenarbeit zwischen Partei und Fraktionen geben.<\/p>\n<p>Gegen die gesteigerte \u201eJede*r f\u00fcr sich\u201c-Propaganda bei gleichzeitiger Versch\u00e4rfung der sozialen Ungleichheit wollen wir \u00fcberzeugen: Raus auf die Stra\u00dfe, rein in solidarische Assoziation und gemeinsam aufbegehrt f\u00fcr alle Menschen!<\/p>\n<p>Statt auf Rot-rot-gr\u00fcn zu hoffen, setzen wir auf gesellschaftliche B\u00fcndnisse. Wir legen den Fokus auf das Au\u00dferparlamentarische. Die gesamte Partei muss zum Zuge kommen! Das \u201eEnde der Geschichte\u201c war gestern: aus passivem Unmut werden aktiver Widerstand und ein solidarischer Kampf f\u00fcr eine grundlegende Verbesserung unserer Lebensbedingungen.<\/p>\n<h3>Einbringende des Antrags f\u00fcr den Landesparteitag &#8211; Stand 07.01.2022:<\/h3>\n<p>Bezirksvorstand Die LINKE Hamburg-Mitte<\/p>\n<p>Haupt-Delegierte:<\/p>\n<p><em>Nil\u00fcfer Aydin<\/em> (BV Mitte); <em>Alexander Benthin<\/em> (BV Mitte); <em>Gunhild Berdal<\/em> (BV Mitte); <em>Hilde Blum<\/em> (BV Nord); <em>Michael Bolte<\/em> (BV Nord); <em>Artur Br\u00fcckmann<\/em> (solid); <em>Hasan Burgucuoglu<\/em> (BV Altona); <em>Irfan C\u00fcre<\/em> (BV Altona); <em>Martin Dolzer<\/em> (BV Mitte); <em>Kerstin Fremder-Sauerbeck<\/em> (BV Mitte); <em>Kristian Glaser<\/em> (BV Mitte); <em>Elias Gl\u00e4sner<\/em> (solid); <em>Andreas Gr\u00fcnwald<\/em> (BV Mitte); <em>J\u00f6rg G\u00fcnther<\/em> (BV Mitte); <em>Sabine Heimfeld<\/em> (BV Nord); <em>Franziska Hildebrandt<\/em> (BV Mitte); <em>Ruben Hittmeyer<\/em> (solid); <em>Metin Kaya<\/em> (BV Altona); <em>Hans-J\u00fcrgen Lutz<\/em> (BV Nord); <em>Sinah Mielich<\/em> (solid); <em>Florian Muhl<\/em> (BV Harburg); <em>J\u00fcrgen Olschok<\/em> (BV Mitte); <em>Marie Panten<\/em> (solid); <em>Jacob Petersein<\/em> (solid); <em>Till Petersen<\/em> (AG Studierendenpolitik); <em>Hartmut Ring<\/em> (BV Nord); <em>Nuran Sarica<\/em> (BV Altona); <em>Maureen Schwalke<\/em> (BV Mitte); <em>Dilan Sezer<\/em> (solid); <em>Angelika Traversin<\/em> (BV Nord); <em>Annika Trommeter<\/em> (AG Studierendenpolitik); <em>Roland Wiegmann<\/em> (BV Eimsb\u00fcttel); <em>Ronald Wilken<\/em> (BV Mitte); <em>Johanna Zimmermann<\/em> (solid); <em>Lutz Zimmermann<\/em> (BV Mitte).<\/p>\n<p>Ersatzdelegierte und Delegierte mit beratender Stimme:<\/p>\n<p><em>Anna Arthur<\/em> (LAG ANTIFA\/GEGEN RECHTS); <em>Henning Boddin<\/em> (BV Nord); <em>Eckhardt Fey<\/em> (BV Altona); <em>Holger Griebner<\/em> (BV Eimsb\u00fcttel); <em>Paula Herrschel<\/em> (BV Altona); <em>Katharina Jessen<\/em> (BV Eimsb\u00fcttel); <em>Uli Ludwig<\/em> (KPF CZ); <em>Victoria Mader<\/em> (BV Nord); <em>Ida Rockenbach<\/em> (BV Mitte); <em>Thomas Stahlhut<\/em> (BV Mitte); <em>Olaf Walther<\/em> (KPF).<\/p>\n<p>Weitere Einbringende:<\/p>\n<p><em>Karim Akerma<\/em> (BV Altona); <em>Despina Chaluppa<\/em> (BV Mitte); <em>Sabine Derboven<\/em> (BV Harburg); <em>Christian Eldagsen<\/em> (BV Altona); <em>Hildegard Heinemann<\/em> (BV Altona); <em>Andreas Jakubczik<\/em> (BV Altona); <em>Helli Laab<\/em> (BV Eimsb\u00fcttel); <em>Heinz-Dieter Lechte<\/em> (BV Altona); <em>Rachid Messaoudi<\/em> (BV Nord); <em>Brigitte Schiffler<\/em> (AG Cuba Si, Hamburg); <em>Ralf Peters<\/em> (MdBV Eimsb\u00fcttel); <em>Uwe Post<\/em> (BV Nord); <em>Tilman Rosenau<\/em> (BV Mitte); <em>Axel Schreyer<\/em> (BV Harburg); <em>Manfred Schubert<\/em> (BV Mitte); <em>Hans-Dietrich (Dieter) Springhorn<\/em> (BV Eimsb\u00fcttel); <em>S\u00f6nke Wandschneider<\/em> (BV Mitte); <em>Norbert Weber<\/em> (BV Mitte); <em>Heike Wokon<\/em> (BV Mitte).<\/p>\n<h3 id=\"downloaden\">Antrag als PDF Datei downloaden:<\/h3>\n<p>Klicke auf den folgenden Link, um dir den Antrag als PDF Datei herunter zu laden:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/was-tun-hamburg.de\/quo-vadis-die-linke\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Antrag-Aufgaben-der-LINKEN_ueberarbeitung_15_03_2022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>Antrag als PDF Datei downloaden<\/b><\/a><\/p>\n<h3 id=\"antragstuetzen\">Hier kannst Du den Antrag ebenfalls unterst\u00fctzen:<\/h3>\n<p>Bitte wechsele auf unser Unterst\u00fctzungsformular, um dort diesen Antrag f\u00fcr den Landesparteitag zu unterst\u00fctzen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/was-tun-hamburg.de\/quo-vadis-die-linke\/unterstuetzung-des-antrages-aufgaben-der-linken-hamburger-landesparteitag-21-22-januar-2022\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>Antrag als Parteimitglied in Hamburg unterst\u00fctzen<\/b><\/a><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Redaktioneller Hinweis: Der nachfolgende Antrag entstand in einem Diskussionsprozess von Genossinnen und Genossen aus unterschiedlichen Bezirksverb\u00e4nden und Str\u00f6mungen in unserer Partei im Dezember 2021. Da sich die politische Lage insbesondere durch den Ukraine-Krieg inzwischen ver\u00e4ndert hat, wurde er durch die Redaktionsgruppe in seinem friedenspolitischen Teil am 15. M\u00e4rz 2022 aktualisiert. 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